Elektromobilität: Gute Nachrichten für Autokäufer*innen und die Stadt Kiel

Brüssel hat grünes Licht für den Umweltbonus gegeben. Damit können Käuferinnen und Käufer von Elektrofahrzeugen nun endlich auf den erhöhten Umweltbonus zugreifen, den die Bundesregierung Ende des vergangenen Jahres mit der Automobilindustrie vereinbart hatte. Die Prämie für E-Fahrzeuge bis 40.000 Euro wird somit von derzeit 4000 Euro auf 6000 Euro steigen. Für E-Autos der mittleren Preisklasse bis 60.000 Euro soll der Zuschuss künftig bei 5000 Euro liegen. Die neuen Fördersätze sind für alle Fahrzeuge anwendbar, die nach dem 4. November 2019 zugelassen wurden. Die angepasste Förderrichtlinie wird noch im Februar im Bundesanzeiger veröffentlicht und damit in Kraft treten.
Finanzielle Unterstützung gab es heute auch für die Stadt Kiel in Berlin. Im Bundesverkehrsministerium (BMVI) gab es Förderbescheide für die Elektrifizierung kommunaler Fahrzeug-Flotten zur Senkung der Stickstoffdioxidbelastung in Städten. Um die Akzeptanz und die Nutzung von Elektrofahrzeugen in Deutschland zu erhöhen, müssen wir Angebote schaffen und eine flächendeckende Ladeinfrastruktur gewährleisten. Ich freue mich daher sehr, dass in Kiel durch die Förderung im Rahmen des „Sofortprogramms Saubere Luft“ neue Kommunalfahrzeuge, zwei Plug-In-Hybrid-Fähren sowie 29 neue E-Busse angeschafft werden können und die zum Betrieb notwendige Ladeinfrastruktur anteilig finanziert wird. Mit der Landeshauptstadt Kiel, der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel mbH-SFK sowie der KVG Kieler Verkehrsgesellschaft mbH haben in diesem Jahr gleich drei Antragsteller Fördermittel in Höhe von insgesamt 10,7 Millionen Euro erhalten, um den Ausbau der Elektromobilität in der Region Kiel voranzubringen.
Die Förderrichtlinie Elektromobilität und das Förderprogramm Ladeinfrastruktur sind Teil eines Maßnahmenpakets der Bundesregierung für bessere Luft in deutschen Städten. Ziel ist die Elektrifizierung des urbanen Verkehrs und die Errichtung von bedarfsgerechter Ladeinfrastruktur. Bis Ende 2020 sollen mindestens 15.000 öffentlich zugängliche Ladestationen installiert werden. Auch die Beschaffung von Elektrofahrzeugen und die Erarbeitung von kommunalen Elektromobilitätskonzepten werden vom BMVI finanziell unterstützt. Insgesamt stehen dafür rund 400 Millionen Euro stehen zur Verfügung. Heute konnte ich die Förderurkunden der erfolgreichen Antragsteller aus Schleswig-Holstein im Verkehrsministerium entgegennehmen.

Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz beschlossen: Das muss Kieler-Stadtbahn-Geld werden!

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: In Kiel wollen wir uns in zehn Jahren umweltfreundlich und bequem mit einer Stadtbahn fortbewegen. Daher kommen die zusätzlichen Bundesmittel genau zur rechten Zeit. Der Bund hat mit der Novelle des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes gezeigt, dass er seiner Verantwortung nachkommt und leistet einen wichtigen Beitrag für einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr in den Städten. Jetzt muss es darum gehen, dieses Geld vor Ort in Kiel auch abzurufen. Aus den Finanzhilfen vom Bund muss am Ende Kieler-Stadtbahn-Geld werden!

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Rolf Mützenich in Kiel

Gleich für zwei Tage hatte ich in dieser Woche Rolf Mützenich, meinen Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Bundestag, zu Gast an der Förde. Am Montagabend diskutierten wir im mmhio mit 70 Interessierten von inner- und außerhalb der SPD Kiel unter dem Motto „Was bringt die zweite Halbzeit im Bundestag?“ von Arbeit und Rente bis Marineschiffen und internationaler Verantwortung. Rolf stellt klar: Europäische Einigung und Zusammenarbeit in der Welt sind unverzichtbar für andauernden Frieden und Wohlstand in unserem Land! Auch mein Fachgebiet Planung kam zur Sprache und ich bin überzeugt: Die Energiewende und große Infrastrukturmaßnahmen müssen von Beginn an mit Beteiligung vor Ort geplant werden!

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Parkraum in Kiel? Rücksichtnahme statt Mangel als Problem

Zur Diskussion um Parkraum in Kiel und den Äußerungen von Dennys Bornhöft in den Kieler Nachrichten vom 09.01.20

Parken auf Geh- und Radwegen ist eine extreme Gefährdung, gerade für Kinder und Menschen mit Beeinträchtigungen, die dann gezwungen sind auf die Straße auszuweichen. So zu tun, als sei es in Ordnung, auf dem Gehweg zu parken, nur weil in der Nähe sonst kein Parkplatz ist, ist eine Frechheit und vollkommen unseriös. Einen Anspruch auf einen Parkplatz vor der Haustür kann es gerade in einer dicht besiedelten Stadt wie Kiel nun mal nicht geben.

Vergehen müssen strenger geahndet werden. Bereits im Sommer hatte ich mich, u.a. als Mitglied im Parlamentskreis Fahrrad, an einer fraktionsübergreifenden Initiative beteiligt, die Verkehrsminister Scheuer auffordert, 100 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg fürs Parken auf Radstreifen einzuführen. Ich hoffe, dass der Minister seine Zusage einhält und diese Forderung zügig umsetzt.

Den Vorschlag, Supermarktparkplätze nachts für Anwohner freizugeben, begrüße ich. Gerade in Kombination mit der Bereitstellung von Ladeinfrastruktur auf Supermarktplätzen halte ich dies für sehr sinnvoll. Bei begrenztem Raum in der Stadt müssen wir schließlich einen Weg finden auch Menschen ohne Parkplatz auf dem eigenen Grundstück den Umstieg auf Elektromobilität zu ermöglichen.

Die Forderung nach mehr Parkraum in Kiel unterstütze ich ansonsten aber nicht. Ich staune immer wieder, wie viel Raum den Autos in der Stadt derzeit allerorten eingeräumt wird. Wer sich das bewusst machen möchte, muss nur mal aufmerksam durch die Humboldtstraße gehen. Hier scheinen Fußgänger nicht vorgesehen zu sein. Und dabei ist sie direkt an einer Schule in unmittelbarer Nähe zum Schrevenpark. Leider haben wir uns inzwischen an diesen Zustand fast gewöhnt.

Jahresrückblick 2019

„Aufbruch in die neue Zeit“, so hieß es beim vergangenen Bundesparteitag der SPD in Berlin. Ein Jahr geht zu Ende, das uns jede Menge Gegenwind bescherte. Mit einer neuen Partei- und Fraktionsführung gehen wir nun ins Jahr 2020.

Blicken wir auf das Jahr 2019 zurück, konnten wir viele Punkte umsetzen, die uns als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten Herzensanliegen sind. So konnten wir eine Mindestausbildungsvergütung, die Abschaffung des Solis für Normalverdiener*innen und Verbesserungen im Bereich der Pflege umsetzen. In vielen Bereichen ist damit ein erster Anfang gemacht, das Leben der Menschen besser zu machen. Weitere Schritte müssen folgen und dafür um gesellschaftliche Mehrheiten gerungen werden.

Im Deutschen Bundestag haben wir außerdem ein weitreichendes Klimaschutzgesetz verabschiedet. Damit werden erstmals unsere Klimaziele gesetzlich in allen Bereichen verankert. Wir werden jährlich Bilanz ziehen und unzählige Maßnahmen zur Reduzierung schädlicher Klimagase beschließen. Auch in den Bereichen Verkehr und Gebäude sind nun die Klimaziele gesetzlich fest verankert.

In den nächsten Jahren wird ein Kohlekraftwerk nach dem anderen vom Netz gehen und durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Bis zum Jahr 2022 werden wir ein Viertel unserer bisherigen Kohlekraftwerkskapazitäten abschalten. Ich bin froh, dass wir in Kiel Teil dieses Wandels sind, indem wir in diesem Jahr unser Kohlekraftwerk durch ein schadstoffarmes Gaskraftwerk ersetzt haben.

Im Bereich Wohnen und Verkehr wird uns wirksamer Klimaschutz nur gelingen, wenn wir unser Verhalten verändern. Dazu ist es wichtig, dass immer mehr Menschen ermuntert werden, sich klimagerechter zu verhalten. Wir als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten dürfen dabei nicht zulassen, dass sich der wirtschaftlich Starke jede Verschmutzung des Klimas leisten kann, weil er es finanziell ausgleicht, während es anderen wirtschaftlich Schwächeren noch schwerer gemacht wird.

Einen herzlichen Dank allen, die mich kritisch, lobend oder nur still begleitet haben.

Ich wünsche ein FROHES FEST & einen guten Rutsch ins Jahr 2020!

Den kompletten Rückblick gibt es als PDF.

So viel Hilfe wie nötig, so wenig Hilfe wie möglich – Kurzpraktikum im AWO-Servicehaus

Zwei Tage Kurzpraktikum in der Tagespflege im AWO-Servicehaus Boksberg liegen hinter mir: Von der Essensausgabe über leichte Pflegetätigkeiten bis zur Gymnastikstunde – ich wurde ordentlich mit eingespannt!

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Mehr Teilhabe. Mehr Möglichkeiten. Mehr Verunsicherung?

Zum 1.1.2020 tritt die dritte Reformstufe des Bundesteilhabegesetzes in Kraft und sorgt für mehr Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Damit verbunden ist allerdings eine radikale Systemumstellung, die derzeit viele Befürchtungen hervorruft.

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Antreten gegen den Klimawandel? FAHR RAD!

Das Fahrrad ist das Herzstück der Verkehrswende. Schließlich sind 50 Prozent der innerstädtischen Strecken kürzer als fünf Kilometer. In diesem Bereich ist das Fahrrad das schnellste Verkehrsmittel. E-Bikes, Lastenräder, und Elektro-Lastenräder eröffnen immer mehr Menschen die Möglichkeit selbst Rad zu fahren. Radfahren ist schnell, gesund, umweltfreundlich, günstig, platzsparend und angesagt.

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Internationaler Park(ing) Day 2019: Mehr Lastenräder, weniger Autos – Mehr Platz für alle!

Am dritten Freitag im September ist jedes Jahr Internationaler Park(ing) Day: An diesem Aktionstag machen die Menschen in den Städten überall auf der Welt durch Umwidmung von Parkplätzen darauf aufmerksam machen, wie viel wertwollen Platz der ruhende Verkehr derzeit einnimmt.  Es geht nicht darum, Leute zu ärgern, sondern durch praktische Beispiele zu zeigen, dass wir diesen Platz noch viel bessern nutzen könnten! 

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Fahrradtour zum Stadtradeln-Endspurt

Stadtradeln für den Klimaschutz: Über 2.000 Kielerinnen und Kieler sind dabei! Stadtradeln bedeutet, dass alle in Teams fahren und doch jeder für sich. Zum Start der letzten Stadtradeln-Woche 2019 wollte ich das ändern und habe am 22.09. zur gemeinsamen Fahrradtour durch Kiel eingeladen. 

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