Anteil des Radverkehrs in Kiel steigt auf 22 Prozent!

Kiel bewegt sich: Der Anteil der Wege, die in Kiel mit dem Rad zurückgelegt werden, ist von 17 Prozent im Jahr 2013 auf 22 Prozent im Jahr 2018 gestiegen. Im gleichen Zeitraum ist der Autoverkehr von 43 auf 38 Prozent zurückgegangen, wie kürzlich eine alle fünf Jahre erscheinende Verkehrsbefragung ergeben hat.

Diese Zahlen freuen mich als Kieler und als Fahrradpolitiker natürlich ganz besonders. Ich bin in Kiel selbst sehr viel mit dem Fahrrad unterwegs und habe natürlich gemerkt, dass der Radverkehr in den letzten Jahren ordentlich zugelegt hat. Dass die Zahlen meine Beobachtung nun aber in dieser Deutlichkeit belegen, kam überraschend und ist eine super Nachricht. Es zeigt: Kiel ist in großen Schritten auf dem Weg zur Fahrradstadt!

Als Bundestagsabgeordneter fahre ich sowohl in Berlin als auch im Kieler Wahlkreis viel Fahrrad. In Kiel werden an vielen Stellen PKW-Spuren zu Fahrradstreifen, Abstellmöglichkeiten werden verbessert und auch die Sprottenflotte leistet ihren Beitrag. Kein Wunder, dass immer mehr Kielerinnen und Kieler umsteigen. In Zeiten des Klimanotstands und bei unverändert hohen CO2-Emissionen des Verkehrssektors kann das Fahrrad einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende leisten. Aber nicht nur das Klima profitiert, auch die Radfahrer*innen selbst: Denn Radfahren ist nicht nur gesund – auf kurzen Strecken bis sechs Kilometern ist das Fahrrad auch das schnellste Verkehrsmittel.

Daher steht für mich schon lange fest: Das Fahrrad ist das Herzstück der Verkehrswende und in der Stadt das sozialdemokratische Verkehrsmittel Nummer eins.

Um die Kommunen und das Land bei der Förderung des Radverkehrs besser zu unterstützen, stellt der Bund im Zuge des Klimapakets viel Geld zur Verfügung. Mit dem Klimapaket werden wir die Ausgaben für den Radverkehr in den nächsten vier Jahren verdoppeln.  Aber nicht nur die Infrastruktur muss stimmen, es braucht auch fahrradfreundliche Verkehrsregeln. Daher setze ich mich ein für Änderungen in der Straßenverkehrsordnung, die den Kommunen mehr Flexibilität erlauben bei der Anordnung von Tempo 30 oder der Einrichtung von Fahrradstraßen. Nur so schaffen wir es, weitere Menschen aufs Rad zu bekommen.

Denn fest steht: 22 Prozent sind eine tolle Etappe, aber keinesfalls das Ende des Wegs. Städte wie Kopenhagen oder Amsterdam zeigen, wo die Reise hingehen soll.